Mit Viscomatratzen wie auf Wolken schlafen

Der Test der Visco-Matratzen hat uns besonders viel Spaß gemacht. Diese Modelle gehören zu der absoluten Luxusklasse und das Liege- und Schlafgefühl war wirklich überwältigend. Die Viscoschaum Matratzen zeichnen sich besonders durch eine hohe Punktelastizität aus. Das Gewicht verteilt sich perfekt auf der Matratze und eignet sich für jede Schlafposition.

Die Matratze hat orthopädische Eigenschaften und konnte alle unsere Tester überzeugen. Eigentlich gibt es fast nichts negatives über die Viscoschaum Matratzen zu berichten, der einzige „Nachteil“ ist der hohe Preis. Wer jedoch in das eigene Schlaf und Gesundheit investieren möchte, wird mit der Viscoschaum Matratze wirklich sehr zufrieden sein!

Gründe dafür Gründe dagegen
  • Für Menschen die druckempfindlich sind
  • Geeignet für Allergiker
  • Orthopädische Matratze
  • Alle Schlafpositionen sind angenehm
  • Für Menschen mit Durchblutungsstörungen
  • Sehr teuer

Die Testsieger in unserem Visco Matratzen Test

1.

Tempur Cloud 19


Tempur-Cloud-19

  • Sehr gute Punktelastizität
  • Großer Liegekomfort
  • Härtegrad passt sich der Temperatur an
  • Gut für Weichschläfer

2.

Tempur Sensation 21


Tempur-Sensation-21

  • Sehr gute Punktelastizität
  • 15 Jahre Garantie
  • Gesundheitsfördernde Eigenschaften
  • Sehr stabil und langlebig

Wesentlich Punkte einer Visco Matratze

  • Deutliche Verzögerung durch den Viscoschaum
  • Bei hohen Temperaturen ist die Matratze durch den Viscoschaum weicher, bei niedriger Temperatur wirk die Matratze härter
  • Hoher Drucksensibilität einzelner Körperteile

Was man beim Kauf einer Viscomatratze beachten sollte

Hochwertige Viscomatratzen sind atmungsaktiv und haben so viele Lüftungskanäle wie möglich. Das sind idealerweise Kavernen, die durch das Würfel-Schnitt-Verfahren entstehen: Die gesamte Auflage weist Längs und Querschnitte auf. Mit einem Eierkarton-Schnitt kann man noch breitere Luftkammern anlegen.

Außerdem sollte man darauf achten, dass die Matratze nicht imprägniert ist und sich ölig anfühlt. Ist das jedoch der Fall, wurden bei der Herstellung der Matratze schädliche Inhaltsstoffe eingesetzt. Ist die Zellstruktur geschlossen, ist die Matratze nicht atmungsaktiv. Auch Ester basierte Visco-Auflagen sind ungeeignet. Sie haben eine unregelmäßige, halb geschlossene Porenstruktur, die keine ausreichende Luftzirkulation ermöglicht. Die meisten dieser Matratzen wurden außerdem imprägniert. Am besten sind offen-porige unbehandelte Visco-Schäume mit gleichmäßiger Zellstruktur (SAF Shock Absorbing Foam). Matratzen dieser Herstellungsart sind robust, reißfest und langlebig. Sie sorgen für ein gesundes Bett-Klima, da sie die vom Schläfer abgegebene Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder an die Umgebungsluft abgeben. In unserem Matratzen Test mit SAF Viscomatratzen lagen die Test-Schläfer warm und mit trockener Bettbekleidung auf der Unterlage.

Gute Viscomatratzen haben oben und unten eine atmungsaktive Viscoschicht von 3,5 cm und einen Latex, Kalt-Schaum oder Schaum-Stoff-Kern. Die relativ dünne Visco-Auflage mildert die Wirkung des Memory-Effekts ab und sorgt so für ein besseres Rück-Stell-Verhalten der Matratze. Wer bereits eine qualitativ hochwertige moderne Unterlage zuhause hat, kann sich auch eine weiche 7-Zonen Visco-Auflage von 7 cm Höhe kaufen und sie mit der vorhandenen Matratze kombinieren.

Für wen Viscomatratzen geeignet sind

Da die weichen Matratzen bei Bewegungen im Schlaf keine störenden Geräusche von sich geben, eignen sie sich optimal für Menschen mit leichtem Schlaf. Allergiker und Asthmatiker sind ebenfalls gut beraten, sich eine solche Matratze zuzulegen, da sie Hausstaubmilben keine gute Lebensgrundlage bietet. Wer druckempfindliche Körperstellen hat und mit einer anderen Matratzen-Art keine Linderung verspürte, sollte sich ebenfalls eine solche Matratze zulegen. Menschen mit orthopädischen Problemen wird sie ohnehin empfohlen. Deshalb findet man Viscomatratzen auch so häufig in Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeheimen.

Wer leicht friert, ist mit einer derartigen Matratze ebenfalls gut beraten, da sie die Körperwärme des Liegenden speichert und ihn so schön warm hält. Genau diese Eigenschaft ist es, die sie für Viel-Schwitzer ungeeignet macht: Sie passt sich den Körperkonturen so stark an, dass ein Wärmestau entsteht, der zu noch mehr Schwitzen führt. Als besonders unangenehm empfanden unsere Testpersonen im Matratzen Test Wasch-Bezüge ohne Wattierung. Sie hätten ihnen eine bessere Luftzirkulation geboten und die Hitze im Bett erträglicher gemacht.

Da die meisten handelsüblichen Visco-Auflagen jedoch nur wenige Belüftungskanäle haben, kann der abgesonderte Wasserdampf nicht gut absorbiert werden. Man liegt feucht – was sich in einem unruhigerem Schlaf äußert. Menschen, die grundsätzlich kalt schlafen, sollten ebenfalls keine Viscomatratze kaufen: Durch die niedrige Temperatur im Raum wird die Matratze zu hart.

Eigenschaften viscoelastischer Matratzen

Viscomatratzen werden auch als viscoelastische Matratzen, Tempur Matratzen oder Gedächtnis-Schaumstoff bezeichnet. Irreführend ist jedoch die Bezeichnung Gel-Schaum-Matratze, da die Schlafunterlage keinesfalls aus Gel besteht. Visco-Schäume sind schwere Polymer-Schäume mit geringer Festigkeit. Die Schaumstoffe wurden ursprünglich von der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA entwickelt, um den Aufprall der Astronauten bei der Beschleunigung der Rakete zu dämpfen.

Bei der Herstellung von Viscomatratzen nutzt man diese Wirkung. Der für das innovative Material charakteristische Visco-Effekt besteht darin, dass sich das Material durch das Gewicht und die Körperwärme des Liegenden so verformt, dass es sich der Körperform exakt anpasst. Der Schlafende hinterlässt einen Abdruck auf der Matratze, der so aussieht, als würde er von einer Gussform umschlossen. Eine Liege-Kuhle wie bei anderen Matratzen-Arten entsteht bei der Viscomatratze nicht. Die anderen Fläche auf der Matratze verändern ihre Form hingegen nicht. Keine andere Matratzen-Art hat eine so hohe Punktelastizität wie die Viscomatratze.

Bewegt sich der Liegende, reagiert die viscoelastische Auflage je nach Raumtemperatur träge oder weniger träge, indem der Abdruck des Körpers auf der Matratze langsam oder schneller verschwindet (Rück-Stell-Verhalten). Je höher die Zimmertemperatur ist, desto weicher wird der Viscoschaum und umgekehrt. Um auf keiner zu harten Unterlage zu liegen, sollte das Schlafzimmer mindestens 16 Grad warm sein.

Da das Material keinen Gegendruck aufbaut, wenn sich eine Person darauf legt, muss man die viscoelastische Matratzen-Auflage immer mit einem Kern aus einem anderen Werkstoff kombinieren. Infrage kommen dafür Schaumstoff, (Stift-)Latex und ein Kalt-Schaum-Kern.
Viscomatratzen werden wegen ihrer Druck entlastenden Eigenschaften im medizinischen Bereich und in der Altenpflege verwendet. Sie verhindern bei bettlägerigen Patienten Wundliegen und sorgen dafür, dass die Schmerzen von Kranken mit Bandscheibenvorfall, Rücken, Nacken und Gelenkschmerzen gelindert werden. Wegen ihrer hervorragenden Punktelastizität wirken Matratzen mit Visco-Schaum durchblutungsfördernd. Wie unser Matratzen Test ergab, verspürten Patienten mit unangenehmem Taubheitsgefühl in den Händen schon nach einiger Zeit eine Besserung. Testpersonen, die zuvor einen unruhigen Schlaf hatten und sich oft im Bett wälzten, rotierten im Matratzen Test auf der Viscomatratze weniger und fühlten sich am nächsten Morgen ausgeruhter – was auf eine bessere Schlafqualität deutet. Für Menschen mit Schmerzen gilt: Je druckempfindlicher die Körperpartie, desto höher sollte die Visco-Auflage sein. Da sich jedoch die Rück-Stell-Fähigkeit der Visco-Auflage mit höherer Dicke verschlechtert, darf die viscoelastische Matratzen-Auflage nicht zu hoch sein. Als oberer Grenzwert gilt eine Auflagenstärke von maximal 10 cm.

Die meisten Viscomatratzen sind noch zusätzlich mit einer 3, 5, 7 oder 9 Zonen Liege-Zonen Lochung ausgestattet, die auch bei dem darunter befindlichen Matratzen-Kern vorhanden sein sollte, um den Körper beim Liegen optimal abzustützen.

Bei viscoelastischen Matratzen ist der Matratzen-Kern aus Latex, Kalt-Schaum oder Schaumstoff einseitig oder beidseitig mit einer Visco-Auflage versehen. Die einseitige Auflage befindet sich oben auf dem Kern. Diese Matratzen haben den Nachteil, dass man sie nur vom Kopfende zum Fußende und nicht von der Oberseite auf die Unterseite wenden kann, um das Material gleichmäßig abzunutzen und ihre Lebensdauer zu erhöhen.

Härtegrad von Viscomatratzen

Viscomatratzen gibt es in verschiedenen Härtegraden. Je höher der Härtegrad ist, desto härter ist die Matratze. Allerdings variiert die Einteilung in Härtegrade je nach Hersteller. Wichtiger als der Härtegrad der Matratze sind jedoch das Gewicht des Liegenden und die Frage, ob er lieber weicher oder härter schlafen möchte. Entscheidend ist, dass die Körperpartien optimal auf den jeweiligen Liege-Zonen platziert sind. Die meisten Käufer entscheiden sich für Viscomatratzen mit einem Härtegrad von 2 (mittel).

Raumgewicht

Je höher das Raumgewicht (die Dichte) der Matratze ist, desto robuster und haltbarer ist sie. Allerdings kann man auch in punkto Raumgewicht keine allgemein gültigen Aussagen treffen, da es verschiedene Möglichkeiten gibt, Visco-Schaum zu pressen. Um lange Freude an seiner Viscomatratze zu haben, empfiehlt sich der Kauf einer hochwertige Matratze von mindestens 50 RG.

Ein zu hohes Raumgewicht macht die Matratze jedoch unnötig schwer und teuer. Außerdem ist sie dann zu temperaturempfindlich: Im Winter ist sie bretthart und im Sommer matschig weich, wie verschiedene Matratzen Tests zeigten. Personen mit starkem Übergewicht, die mehr als 100 kg wiegen, wählen idealerweise eine Viscomatratze mit RG 85. Am besten kombiniert man seine viscoelastische Auflage mit einem Kalt-Schaum-Kern, der ein Raumgewicht von 35 hat.

Höhe

Gute Viscomatratzen haben eine Gesamthöhe von 20 bis 24 cm, wobei auf den Kern 14 bis 19 cm entfallen. Ein hoher Kern von 19 cm beispielsweise macht die Matratze unempfindlich und sorgt für ausreichend Gegendruck, auch wenn der Liegende übergewichtig ist. Bei Viscomatratzen mit einer Kernhöhe von 16 cm kann man den Lattenrost keinesfalls spüren, wie der aktuelle Matratzen Test beweist.

Waschbezug

Für ein hygienisches Bett-Klima sorgen Wasch-Bezüge, die mit einem rundum angenähten Reißverschluss versehen und bei 60 Grad waschbar sind. Sie saugen die Feuchtigkeit, die der Schlafende nachts abgibt – bei den meisten Menschen sind es 0,5 bis 0,75 Liter – auf und schützen die viscoelastische Auflage vor Verunreinigung. Die angenehm weichen Matratzenbezüge bestehen entweder aus Frottee (Ökotex zertifiziert), Lyocell (eine moderne Faser, die aus dem Naturmaterial Zellstoff gewonnen und 100% biologisch abbaubar ist) oder Doppel-Tuch. Dabei verwendet man meist Mischgewebe aus Polyester/Baumwolle, Polyester/Viskose oder Polyester/Viskose/Cashmere. Manche Wasch-Bezüge wurden noch zusätzlich mithilfe eines speziellen Verfahrens gegen Hausstaubmilben imprägniert.

Lattenrost

Viscoelastische Matratzen sollten ausschließlich mit einem Lattenrost mit eng stehenden Federleisten kombiniert werden, um eine optimale Belüftung der Matratze von unten zu gewährleisten. Dabei beträgt der Abstand zwischen den Holzstegen idealerweise 3 bis 4 Zentimeter.

Ausdünstungen von Viscomatratzen

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt es oft zu unangenehmer Geruchsbildung, die durch den Herstellungsprozess bedingt ist. Wer eine empfindliche Nase hat und unter den unschädlichen Ausdünstungen leidet, lagert seine neue Viscomatratze am besser so lange auf dem Balkon oder auf der Veranda, bis der Geruch verschwunden ist.

Fazit

Unter den vielen verschiedenen Viscomatratzen die richtige zu finden, ist gar nicht so leicht. Da der Käufer leider nur allzu häufig auf minderwertige Qualitäten trifft, deren Atmungsaktivität stark zu wünschen übrig lässt, sollte er sich unbedingt im Fachgeschäft vor Ort die Faserstruktur etwas genauer ansehen.

Erfolgreiche Visco Matratzen Hersteller