So reinigen Sie Matratzen und Bettwäsche richtig

matratzen-reinigung

Die regelmäßige Reinigung oder Pflege von Matratzen und Bettwäsche ist genauso wichtig wie Staubsaugen oder das Putzen von Waschbecken und WC – dazu hier ein paar Tipps für den Alltag:

Darum Matratzen und Bettwäsche regelmäßig reinigen

Ein gutes Drittel des Tages verbringen wir in unserem Bett. Dementsprechend groß sollte hier auch die Aufmerksamkeit für Sauberkeit und Hygiene sein.

Jede Nacht gelangt durchschnittlich rund ein Liter Feuchtigkeit durch Atmung und Schwitzen aus den gut sieben Millionen Poren unseres Körpers in das Bett.

 

Das meiste davon ist Wasser, das durch eine gute Belüftung abtransportiert werden muss, damit das Bett nicht muffig oder gar schimmelig wird.

Ein kleiner Anteil besteht aber auch aus Harnstoff, Talg oder Säuren, die erst die regelmäßige Reinigung von Matratzen oder Bettwäsche beseitigt.

Daneben sammelt sich natürlich auch Staub und eine Vielzahl winzig kleiner Hautschuppen an, die wir im Schlaf verlieren.

Werden diese nicht beseitigt, entsteht ein idealer Nährboden für Milben.

Selbst gesunde Menschen entwickeln in einem Bett voller Milben schnell gesundheitliche Probleme – vor allem an Schleimhäuten und Atemwegen. Bei Allergikern oder sensiblen Menschen verstärken sich vorhandene Symptome sofort.

Matratzen und Bettwäsche regelmäßig zu reinigen, ist also nicht nur eine Frage der Sauberkeit, sondern bedeutet auch Schutz für unsere Gesundheit.


Die Bettwäsche

Bettwäsche hat unmittelbaren Körperkontakt und muss viel Feuchtigkeit aufnehmen. Dazu kommen schnell andere Flecken oder Verschmutzungen.

Um die Feuchtigkeit der Nacht abzugeben, ist tägliches Auslüften wichtig.

Bettwäsche sollte atmungsaktiv und mit möglichst vielen Naturfasern gewählt werden. Im Idealfall ist sie bei bis zu 60 Grad waschbar, einer Waschtemperatur, die Milben oder Bakterien zuverlässig abtötet. Dazu genügt ein Voll- oder Universalwaschmittel.

Wer bei niedrigeren Temperaturen wäscht, kann einen Hygienespüler ergänzen.

 

Auf jeden Fall sollte das Abziehen und Waschen der Bettwäsche alle zwei bis spätestens drei Wochen auf dem Putzplan stehen – im Sommer, oder wenn nachts viel geschwitzt wird, auch in kürzeren Intervallen. Dabei Pyjama, Nachthemd und Co nicht vergessen!


Bettdecken und Kopfkissen

Beides muss weniger häufig gewaschen werden. Aber auch hier finden sich natürlich Schweißrückstände, Hautschuppen und andere Verschmutzungen. Neben dem täglichen Lüften gehört deswegen auch eine Wäsche zum Hygieneprogramm.

Der Verband der deutschen Textilreiniger empfiehlt für Bettdecken eine jährliche Nassreinigung.
Kopfkissen sollten mindestens zwei- bis dreimal pro Jahr gewaschen werden, da wir am Kopf stärker schwitzen.

Wer Steppdecken oder solche Kissen in sein Bett legt, hat es bei der Reinigung relativ einfach. Sie sind schnell in der Maschine gewaschen und meist trocknergeeignet.

Bei Federbetten oder Daunendecken ist die Reinigung zu Hause dagegen etwas umständlicher. Wer diese nicht der Profi-Reinigung überlassen will, benötigt für die Wäsche ein Feinwaschmittel oder nutzt alternativ mildes Haarshampoo.

ACHTUNG: Vor dem Waschen unbedingt Decken und Kissen auf Löcher oder Risse kontrollieren oder beides zur Sicherheit in Bezügen mit Reißverschluss waschen! Denn wenn alte Beschädigungen ungeschützt in der Maschine aufreißen, ist die Waschmaschine hinüber.

 

Für das anschließende Trocknen braucht es fast immer einen Trockner. An der Luft klappt das höchstens an warmen Sommertagen mit etwas Wind.

Zum Trocknen muss die drei- bis vierfache Zeit gegenüber normaler Wäsche eingeplant werden.

Da Federn oder Daunen bei einer Wäsche stark verklumpen, müssen Decken oder Kissen während der Trocknung regelmäßig aufgeschüttelt werden, damit sich die Federn langsam voneinander lösen. Ein Trockner erledigt das teilweise von selbst, stecken wir noch Tennisbälle in die Trommel, klappt es sogar noch besser.


Die Matratze

Zur Matratzenpflege gehört zunächst ein gründliches Auslüften, am besten täglich bei zurückgeschlagener Bettdecke.

Bis auf Latexmatratzen können wir alle Matratzen außerdem gelegentlich ins Sonnenlicht stellen, um Bakterien abzutöten. Regelmäßiges Drehen und Wenden verhindert zudem eine einseitige Abnutzung der Matratze.

Das Obermaterial einer Matratze in dem sich wieder Schweißrückstände, Hautschuppen und anderer Schmutz ansammelt, muss daneben regelmäßig gereinigt werden.

Neue Matratzen bringen dafür abnehm- und waschbare Bezüge mit. Die sind meist mehrteilig mit separater Unter- und Oberseite gearbeitet und bei vielen Herstellern mit hygienischen 60 Grad waschbar.

Der Matratzenbezug sollte mindestens einmal jährlich gewaschen werden, die Oberseite oder Liegefläche häufiger. Aber auch ältere Matratzen ohne abnehmbaren Bezug können wir reinigen.

Dazu saugen wir die Matratze regelmäßig mit dem Staubsauger ab und säubern die Oberfläche einmal pro Jahr mit Feinwaschmittel, Teppich- oder Polsterreiniger und einer Bürste, um Verschmutzungen zu beseitigen und der Matratze wieder frischen Duft zu verleihen.

 

Alternativ gibt es auch Angebote für eine professionelle Matratzenreinigung. Die sollte aber immer mit möglichst wenig chemischen Zusätzen erfolgen, damit hierdurch nicht neue Gesundheitsgefahren ins Bett geholt werden.


Mehr Tipps zur Reinigung von Matratze und Bettwäsche

Das Wechseln der Bettwäsche oder das Reinigen der Matratze sind gute Gelegenheiten, um gleich den Rest des Bettes – Lattenrost, Bettgestell oder Bettkasten – zu säubern.

Hier muss vor allem der Staub entfernt werden, um keine Milben anzulocken. Manchmal sammeln sich auf Matratze oder Bettwäsche aber auch hartnäckige Flecken.

Add a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie verdienen einen guten Schlaf!
Unsere Empfehlung