Die meisten Menschen statten ihre Matratze noch zusätzlich mit einem Matratzenschoner aus. Er hat – je nachdem, wo er platziert wird – noch einen Zusatznutzen für den Liegenden. Wir haben uns mit dem Thema auseinandergesetzt und geschaut worauf es beim Kauf ankommt.


Was sind Matratzenschoner?

Die Nutzung

Matratzenschoner werden zwischen Matratze und Lattenrost gelegt. Die zusätzliche Lage besteht aus robusten Materialien und soll die Unterseite der Matratze vor Abrieb durch den Lattenrost und Durchdrücken schützen. Sie sorgt dafür, dass sich die durch das Verändern der Schlafposition bewegende Matratze nicht durchscheuert. Die Matratze hält länger und wird noch zusätzlich von unten vor Schmutz und Staub geschützt. Insbesondere die empfindlicheren Kaltschaum und Latex-Matratzen sind stärker abriebgefährdet.

Der Schutz

Außerdem gibt es noch Matratzenschoner, die die Matratze von oben schützen. Sie bestehen aus dicht gewebten, oft sehr saugfähigen Materialien, da sie die Bett-Unterlage vor Schweiß, Urin und Blut sowie versehentlich vergossenen Flüssigkeiten schützen sollen. Manche dieser speziellen Auflagen sind noch zusätzlich mit einem undurchlässigen Wäscheschutz aus Polyester ausgestattet.

Die Höhe

Im Gegensatz zum Matratzen-Topper, der einzig die Funktion hat, den Liege-Komfort des Schläfers zu verbessern und daher auch besonders hoch und weich ist, sind Matratzenschoner meist nur etwa 4 bis 4,5 cm hoch. Dass man natürlich auch mit ihnen weicher liegt, versteht sich von selbst. Matratzen-Auflagen, die sich in direkter Körper-Nähe befinden, werden grundsätzlich häufiger gewaschen als Matratzen-Unterlagen.

Warum ein Matratzenschoner sinnvoll ist

Die Anschaffung eines Matratzenschoners unter der Matratze empfiehlt sich insbesondere dann, wenn man eine Latex oder Kaltschaummatratze hat. Sie drücken sich besonders schnell durch. Die Dellen bilden sich nicht wieder zurück und sind beim Liegen deutlich zu spüren.

Matratzen Auflagen sind ebenfalls eine sinnvolle Anschaffung: Wer seine im Laufe der Zeit als zu hart empfundene (oder gleich im falschen Härtegrad gekaufte) Matratze kuscheliger machen möchte, kann das mit einem Matratzenschoner tun. Menschen, die nachts viel schwitzen, Patienten mit Inkontinenz und Babys und Kleinkinder können ebenfalls von einer solchen Hygiene-Bettwäsche profitieren. Ist sie feucht oder verunreinigt, nimmt man sie einfach ab und reinigt sie in der Waschmaschine. Auch für Allergiker ist sie gut geeignet. Die Hautschuppen und Schimmelpilz-Sporen bleiben auf der Oberfläche und gelangen nicht in die Matratze.

Die Schlafunterlage muss nicht so häufig durch eine neue ersetzt werden. Stattdessen wäscht man seinen Matratzenschoner einfach alle 2 bis 3 Monate (oder nach Bedarf auch öfter). Menschen, die schnell frieren oder für den Winter eine zusätzliche Decke im Bett haben möchten, empfiehlt sich der Kauf eines Matratzenschoners ebenfalls. Er besteht dann natürlich nicht aus kühlenden, sondern wärmenden Materialien wie Schurwolle oder Kamelhaar. Sie sind auch für Menschen mit Rückenschmerzen und Rheuma-Kranke gut geeignet.

Worauf man beim Kauf des Matratzenschoners achten sollte

Falls Sie einen Matratzenschoner kaufen möchten, sollten Sie sich schon vorab im Klaren darüber sein, ob er unter oder auf der Matratze liegen soll. Darunter befindliche sind meist aus robusteren Materialien als Matratzen-Auflagen. Sie bestehen oft aus Nadelfilz oder enthalten Rosshaar. Außerdem sind Matratzen-Unterlagen oft dicker als Matratzen-Auflagen.

Befestigung

Matratzenschoner sollten dieselbe Größe wie die Matratze haben und fest auf ihr oder dem Lattenrost befestigt werden können. Dazu sind sie entweder mit Gummibändern an allen vier Ecken oder einem umlaufenden Gummizug ausgestattet. Unterlagen haben oft Noppen.

Materialien

Auch gute Material-Qualität und hochwertige Verarbeitung sind wichtig, wenn man lange Freude an seinem nützlichen Matratzenschoner haben möchte. Unterlagen sollten so beschaffen sein, dass sie sich nur schwer abnutzen. Ideal sind dicker Nadelfilz oder Material-Mix (Sisal, Jute, Polyester). Für Federkern-Matratzen eignen sich dicke Schaumstoff-Unterlagen. Auflagen sollten weniger dick sein und aus atmungsaktiven und kühlenden oder wärmenden Materialien bestehen. Außerdem sind sie idealerweise hautsympathisch und weich (Baumwolle, Molton, Baumwoll-Polyester-Gemische, Wolle).

Molton bietet den Vorteil, dass es dank seiner hohen Materialdichte nicht nur keine Flüssigkeit durchlässt, sondern wegen seiner beidseitig aufgerauten Textur kuscheliger ist. Wem das jedoch nicht sicher genug ist, der kann sich eine Matratzen-Auflage mit einer wasserabweisenden Beschichtung oder Einlage kaufen. F

TIPP: Für Allergiker gibt es spezielle Anti-Milben Matratzen-Auflagen. Sie können schon durch einfaches feuchtes Abwischen gesäubert werden.

 

Wie man Matratzenschoner pflegt

Feuchte und verunreinigte Matratzenschoner werden sofort abgezogen und gewaschen. Die meisten der Auflagen bestehen aus Materialien, die nicht nur in der Waschmaschine gewaschen, sondern auch im Trockner getrocknet werden können. Das gilt auch für das strapazierfähige Molton, das als ungefärbte Bettwäsche sogar bei 90 Grad maschinenwaschbar ist. Um die Matratzen Auflage noch flauschiger und saugfähiger zu machen, wäscht man sie schon vor dem erstmaligen Gebrauch. Viele Matratzen-Auflage können bei maximal 60 °C gesäubert werden.

Rheuma Auflagen aus Schurwolle werden mit Woll-Waschmittel in lauwarmem Wasser und in Handwäsche gereinigt, da sie sonst verfilzen und einlaufen. Polyester-Nadelfilz wird oft als Matratzen-Unterlage eingesetzt und ist bei 60 Grad maschinenwaschbar. Mit Rosshaar hergestellte Matratzenschoner dürfen nicht gewaschen werden, können aber mit dem Teppichklopfer ausgeklopft, abgesaugt oder mit einer Bürste gesäubert werden. Zum Abtöten der noch vorhandenen Milben hängt man sie im Winter einfach draußen auf die Wäscheleine.