Welche Matratzenart passt zu mir?

Wer eine neue Matratze kaufen möchte, weiß oft nicht, welche die richtige für ihn ist. Die Vielzahl unterschiedlicher Matratzenarten machen ihm die Entscheidung nicht gerade leicht. Für Verwirrung sorgen auch die von den Herstellern individuell festgelegten Härtegrade. Um in Zukunft gut zu liegen, sollte der Käufer nicht nur auf den Härtegrad, sondern auch auf den Grad der Punktelastizität achten. Denn nur eine gute Punktelastizität sorgt dafür, dass der Körper optimal gestützt wird. Ist das nicht der Fall, kann es zu Druckstellen, Verspannungen und Rückenschmerzen kommen. Außerdem spielen bei der Wahl der richtigen Matratze das eigene Schlafverhalten, die bevorzugte Liege-Position, die Reaktionen auf Hitze (Viel-Schwitzer oder nicht) und Kälte (Frierer oder Nicht-Frierer) und die Höhe des Matratzen-Kerns eine Rolle spielen.

Kaltschaummatratzen

Kaltschaummatratze

Die meist sehr leichten Matratzen können zusammengefaltet gut transportiert werden. Kaltschaummatratzen haben eine hohe Punktelastizität, die durch bis zu 7 unterschiedlich harte Liege-Zonen noch unterstützt wird. Dadurch passen sie sich Körperkontur und Lattenrost sehr gut an. Hochwertige Matratzen dieser Art sind wegen ihrer Offen-Porigkeit atmungsaktiv. Sie bieten zugleich eine gute Wärmeisolation, da sie die Körperwärme des Liegenden sehr gut speichern. Durch spezielle Schnitttechniken wird die Oberfläche des Matratzen-Kerns so aufgebrochen, dass Punktelastizität und die Feuchtigkeits-Ableitung optimiert werden.

Federkernmatratzen

Federkernmatratze

Herkömmliche Federkernmatratzen bestehen aus einer mehr oder weniger großen Anzahl von verzinkten und miteinander verbundenen Stahlfedern. Der Federkern ist von einer Kalt-Schaum oder Schaumstoff Polsterung mit Filz-Auflage umgeben. Federkernmatratzen haben oft eine Winter und eine Sommerseite. Die Sommerseite hat einen kühlenden Bezug, in den Seide oder Schurwolle eingesteppt sind, die Winterseite eine Versteppung mit wärmenden Materialien. Hochwertige Federkernmatratzen sind sehr langlebig und können sich auch bei übergewichtigen Schläfern nicht so schnell durchliegen. Sie haben wegen der Federn ein wesentlich höheres Eigengewicht und liegen sich härter als andere Matratzen-Arten. Für Milben-Allergiker sind sie wegen ihrer guten Belüftung nicht geeignet.

Taschenfederkernmatratzen

Sie verfügen über einen Federkern, bei dem jede Stahlfeder noch zusätzlich mit einem Stoffsäckchen umhüllt ist. Bei manchen Matratzen sind die einzelnen Feder-Reihen in eine Stofflage eingearbeitet, um das Nachschwingen der Matratze zu verringern. Taschenfederkernmatratzen sind wegen ihrer hohen Anzahl an Federn punktelastischer und teurer als herkömmliche Federkernmatratzen. Die vielen Hohlräume innerhalb des Kerns sorgen für eine optimale Belüftung der Matratze. Auch Wasserdampf durch nächtliches Schwitzen wird dadurch gut abgeleitet, was für Stark-Schwitzer günstig ist. Die Strukturierung in Liege-Zonen wird bei Taschen-Federkernmatratzen über unterschiedlich starke Federn, mehr oder weniger harte Abdeck-Schäume oder Fein-Polster erreicht. Als Ummantelung des Federkerns werden meist Kalt-Schaum (für härteres Liegen) oder Visco-Schaum (für weicheres Liegen) verwendet. Die Matratzen sollten nur auf stabilen Lattenrosten gelagert werden.

Latexmatratzen

Latexmatratze

Sie bieten eine optimale Anpassung an den Körper und verstellbaren Lattenrost. Die beste Punktelastizität haben Latexmatratzen aus Natur-Latex. Beim Kauf hat man die Wahl zwischen Natur-Latex-Matratzen, Synthese-Latex-Matratzen und solchen, die aus Misch-Latex bestehen. Letztere werden oft fälschlicherweise als 100% Natur-Latex deklariert. Sie haben schlechtere Liege-Eigenschaften und sind nicht so langlebig wie das Naturprodukt. Latex-Matratzen haben ein gutes Rückstellverhalten und – falls es sich um Stift-Latex-Matratzen mit großen Hohlräumen handelt – eine hohe Atmungsaktivität. So werden Wärmestaus verhindert und das normale nächtliche Transpirieren reduziert. Wegen ihres hohen Raumgewichts sind Latex-Matratzen verhältnismäßig schwer.

Visco Matratzen

Sie bestehen aus Memory Schaum, der sich die Körperform des Liegenden „merkt“ und sich durch seine Körperwärme exakt anpasst. Allerdings ist das träge Rückstellverhalten der Visco Matratzen für unruhige Schläfer problematisch. Im Gegensatz zu anderen Matratzenarten erhält die Visco Matratze keinen Liege-Druck von unten und ist wegen ihrer unübertroffenen Punktelastizität optimal für Bettlägerige und Menschen mit Bandscheiben-Problemen geeignet. Visco Matratzen sind gute Wärmespeicher, können sich jedoch in einem ungenügend beheizten Raum verhärten. Hochwertige Visco Matratzen sind teurer als andere Matratzenarten.