Latexmatratzen werden immer beliebter. Sie verfügen über viele positive Eigenschaften und werden vor allem von Menschen mit Allergien bevorzugt gekauft.

Für wen ist die Latexmatratze geeignet?

Latexmatratzen eignen sich für alle Schlafpositionen. Auch Liegende, die sich im Schlaf oft umdrehen, sind mit der Liege-Qualitäten zufrieden, da sich der Matratzen-Kern jeder Bewegung anpasst und dabei kein lästiges Knarzen von sich gibt – was andere Matratzen mitunter tun. Qualitäts-Matratzen aus Latex sind sogar für Babys und Kleinkinder gut geeignet. Menschen, die lieber weich liegen, fühlen sich mit einer Latex-Matratze ebenfalls wohl.

Gründe dafür Gründe dagegen
  • Für Allergiker geeignet
  • Geeignet für Menschen die schnell frieren
  • Für Personen mit Rückenschmerzen
  • Seiten- und Bauchschläfer
  • Für Menschen welche eine härtere Schlaffläche bevorzugen
  • Pflegebedürftig
  • Nicht günstig
TIPP: Wer sich eine hochwertige Latex-Matratze kaufen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass der Hersteller ein Rückgaberecht einräumt oder man die Matratze für einige Tage zur Probe mit nach Hause nehmen darf. Das ist deshalb nötig, weil man während des kurzen Probe-Liegens im Fachgeschäft zwar feststellen kann, welche Matratze besser als andere ist, aber nicht, ob sie zum längeren Liegen darauf geeignet ist. Das kann man frühestens nach einer Nacht wissen.

Latex Matratzen

Was gute Latex-Matratzen ausmacht

  • Latexmatratzen mit mindestens 70% Naturkautschuk-Anteil/li>
  • Anteil der Vulkanisationsmittel darf max. 5% betragen
  • Mindestens 3 Liegezonen

Was die Liege-Qualität angeht, erzielten Matratzen als 100% Naturkautschuk das bessere Lob. Matratzen mit weniger Latex-Anteil sind schlechter belüftet und sorgen so für einen unzureichenden Feuchtigkeits-Transport. Die in den Hohlräumen einer hochwertigen Latex-Matratze gespeicherte feuchte Luft wird jedoch beim Umdrehen im Bett an die Außenluft abgegeben und wird nicht von der Kleidung des Schlafenden aufgenommen.

Die weniger wertigen Matratzen zeigen außerdem eine geringere Punktelastizität als die Matratzen aus 100% natürlichem Kautschuk. Hochwertige Latex-Matratzen jedoch stützen den Körper und gewährleisten so eine gute Nachtruhe – was für die Gesundheit des Schlafenden wichtig ist. Die Wirbelsäule nimmt während des Liegens ihre natürliche Form an. Für eine bessere Stützung von Schulter, Taille und Becken ist es ratsam, dass die Latex-Matratze mindestens drei Liege-Zonen hat. Das sind Stellen, an denen der Latex-Kern je nach dem Gewicht der betreffenden Körperpartie unterschiedliche Loch-Stärken aufweist. Die Liege-Zonen passen sich dem Körper an und sind angenehm weich. Latex-Matratzen haben gegenüber anderen Matratzen den Vorteil, dass sie beim Drehen des Liegenden auf die andere Seite keine unangenehmen Geräusche von sich geben.

Bei entsprechender Pflege sind sie auch haltbarer als andere Matratzen. Dazu wischt man sie einfach alle paar Monate mit einem feuchten Tuch ab. Ab und zu verwendet man dann noch zusätzlich eine spezielle Latex-Pflege und lüftet die Matratzen danach mehrere Stunden bei geöffnetem Fenster. Wer alle paar Monate seine Latex-Matratze vom Kopfende zum Fußende und von der Oberseite auf die Unterseite dreht und sie so gleichmäßig abnutzt, hat mehr als 10 Jahre seine Freude an ihr. Beim Kauf einer Matratze aus Latex-Gemisch oder synthetisch hergestelltem Latex sollte man jedoch darauf achten, dass sie mit einem dickeren Wasch-Bezug ausgestattet ist, da diese Latex-Matratzen sehr empfindlich auf UV-Licht reagieren. Sie bleichen schnell aus und zerfallen.

Den beim Auspacken von Latex-Matratzen mitunter auftretenden unangenehmen Geruch kann man beseitigen, indem man seine neue hochwertige Matratze einige Tage auf dem Balkon lagert. Die Ausdünstungen sind Folge des Vulkanisierungsprozesses und für die menschliche Gesundheit unbedenklich.

Wie Latexmatratzen hergestellt werden

Naturlatex-Matratzen bestehen zu 95 Prozent aus Naturkautschuk und 5 Prozent Vulkanisations-Zusätzen (Schwefel, Salze etc). Matratzen aus Latexgemisch haben meist einen Kautschukanteil von maximal 30 Prozent. Die restlichen 70 Prozent bestehen aus synthetischem Latex. Das Gemisch wird jedoch manchmal als „Naturlatex Matratze“ deklariert. Darüber hinaus gibt es noch Matratzen aus synthetisch hergestelltem Latex.

Natur-Latex-Matratzen werden aus dem Saft des Kautschukbaums hergestellt: Man gießt den flüssigen Kautschuk in eine Stahlform mit langen Heiz-Stiften und fügt Schwefel und Alterungsschutz hinzu. Beim Erhitzen („Aufschäumen“) auf 100 Grad und späteren Erkalten kommt es zur Bildung von Stift ähnlichen Hohlräumen und Millionen winziger Bläschen, die für eine Luftzirkulation in der Matratze sorgen. Den so hergestellten Latex nennt man auch Stift-Latex. Die Hohlräume sind im Durchmesser 0,5 bis 1 cm groß. Latex mit größeren Löchern nennt man Kavernenlatex. Matratzen aus Schichtlatex bestehen aus mehreren Schichten Latex und Schaumstoff, die abwechselnd miteinander verklebt werden. Auf diese Weise nutzt man die Vorteile beider Werkstoffe.

Höhe der Latexmatratze

Latexmatratzen gibt es nicht nur in verschiedenen Typen, sondern auch in unterschiedlichen Höhen. Wer sich eine Matratze kaufen möchte, sollte darauf achten, dass sie die richtige Höhe hat. Maßgebend dabei ist das eigene Körpergewicht. Für normalgewichtige Menschen eine Höhe von 12 bis 16 cm für ein gutes Schlafklima ausreichend. Matratzen mit dieser Stärke werden von den meisten Herstellern angeboten. Wer etwas korpulenter ist oder schwerere Knochen hat, ist mit einer Latex-Matratze von mehr als 16 cm Höhe besser bedient.

Härtegrad

Bei Kauf einer Latex-Matratze spielt auch der Härtegrad eine Rolle. Er gibt an, ob der Schläfer weicher oder härter liegt. Latexmatratzen gibt es in verschiedenen Härtegraden. Maßgebend bei der Einteilung in Härtegrade ist das Körpergewicht des Liegenden. Allerdings handelt es sich bei ihnen nicht um genormte Werte: Mancher Anbieter hat die drei Härtegrade:

  • H1 (weich) – Bis 60 kg
  • H2 (mittel) – Bis 80 kg
  • H3 (hart) – Über 80kg

Andere Matratzenhersteller teilen ihre Matratzen in 5 Härtegrade ein. Wer sich eine Latexmatratze kauft, sollte dabei allerdings berücksichtigen, dass nicht nur das eigene Gewicht bei der Wahl der richtigen Matratze entscheidend ist. Maßgebend sind auch Faktoren wie Körperbau, Körpergröße und natürlich, ob man lieber auf einem weicheren oder härteren Untergrund schläft.

Raumgewicht

Auch das Raumgewicht sollte beim Kauf einer Latex-Matratze eine Rolle spielen. Generell gilt, dass Matratzen mit einem höheren Raumgewicht hochwertiger und langlebiger sind als solche mit niedrigerem Raumgewicht. Latex-Matratzen mit geringerem Raumgewicht verfügen über einen höheren Anteil an Luftporen und liegen sich dementsprechend schneller durch. Matratzen aus Natur-Latex haben je nach Härtegrad ein Raumgewicht von 70 bis 90 kg/m³ und sind damit schwerer als beispielsweise Kaltschaummatratzen. Eher zierliche Nutzer sollten diese Tatsache beim Kauf ihrer Latex-Matratze berücksichtigen: Matratzen müssen alle paar Monate von unten nach oben und vom Kopfende zum Fußende gewendet werden, damit sich der Latexkern nicht so schnell abnutzt.

Matratzen Belüftung

Latexmatratzen werden im Gegensatz zu anderen Matratzenarten besser belüftet, da sie viele Hohlräume haben. Um die Luftzirkulation bei der Matratze noch zu verbessern, kann man sie auch auf einem offenen Bettkasten lagern.

Latex-Matratzen bieten wegen ihrer vielen Poren und der Stift ähnlichen Hohlräume ein gutes Bett-Klima.

Lattenrost

Latexmatratzen kann man wegen der großen Flexibilität ihres Matratzenkerns mit verschiedenen Arten Lattenrosten kombinieren.

Waschbezüge

Latex-Matratzen haben einen weichen, elastischen und Maschinen waschbaren Bezug, der nachts den Schweiß des Schlafenden aufsaugt und den darunter befindlichen Matratzen-Kern vor Hautschuppen, Haaren und Feuchtigkeit schützt. Als Bezugsstoff verwendet man meist Baumwolle, Wolle, atmungsaktives Tencel (eine innovative Zellulosefaser) oder einen Doppel-Tuch Wasch-Bezug aus Microcare oder Amicor. Der Wasch-Bezug hat einen ringsum laufenden Reißverschluss, damit man ihn schnell abnehmen kann. Die verwendeten Materialien sind atmungsaktiv, strapazierfähig und sorgen für ein gutes Bett-Klima. Optimale Materialien sorgen dafür, dass sich Hausstaubmilben und Bakterien gar nicht erst ansiedeln können. Deshalb eignen sich Latex-Matratzen auch besonders gut für Allergiker und Asthmatiker. Latex-Matratzen bieten auch Menschen, die stark schwitzen, ein hygienisches Bett-Klima. Naturlatex-Matratzen sind sogar für Menschen mit Latex-Allergie geeignet. Weniger geeignet sind gesteppte Bezüge, da sie die punkt-elastischen Qualitäten der Matratze einschränkten.

Fazit

Hochwertige Latex-Matratzen sind für fast alle Schläfer geeignet. Wer bestimmte gesundheitliche Probleme hat, kann mit einer solchen Matratze schnell Abhilfe schaffen. Der vergleichsweise höhere Kaufpreis sollte es ihm Wert sein.