Federkernmatratzen sind ausgesprochen beliebt. Obwohl es heute diverse modernere Matratzen-Arten gibt, werden die klassischen Federkernmatratzen auch heute noch gerne gekauft.

Was man beim Kauf einer Federkernmatratze beachten sollte

Wer sich eine preisgünstigere Federkernmatratze kaufen möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass die Schaumstoff Polster-Auflagen nicht mit Folien verschweißt sind: Sie würden die Atmungsaktivität der Matratze hemmen. Außerdem könnten die Kunststofffolien beim Liegen noch zusätzliche Geräusche verursachen. Die Schaumstoff-Auflage der neuen Federkernmatratze sollte mindestens 3 cm hoch sein, damit man die Federn beim Liegen nicht spürt. Idealerweise hat sie ein Raumgewicht von mindestens RG30.

Gründe dafür Gründe dagegen
  • Sehr atmungsaktiv
  • Für starke Schwitzer geeignet
  • Für Menschen mit Übergewicht geeignet
  • Rücken- und Bauchschläfer
  • Für Menschen welche eine härtere Schlaffläche bevorzugen
  • Menschen die leicht frieren
  • Seitenschläfer
  • Kinder- und Ältere Menschen

Käufer, die eine höherwertige Federkernmatratze haben möchten, haben die Wahl zwischen Grob-Polsterungen aus Sisal, Latex oder Rosshaar-Platten statt des preisgünstigeren Schaumstoffs. Hochwertig verarbeitete Federkernmatratzen hinterlassen nach dem Probe-Liegen im Fachgeschäft keine Liege-Kuhlen, da sich ihre Federn schnell wieder zurückstellen und den Fest-Bezug straff spannen. Wer eine Federkernmatratze mit Woll-Versteppung bevorzugt, sollte unbedingt darauf achten, dass die Schurwolle 540 g/m² wiegt. Leichtere Wolle hat eine geringere Qualität, nutzt sich leichter ab und bietet keinen ausreichenden Temperaturausgleich.

Federkernmatratzen

Eigenschaften und Eignung einer Federkernmatratze

Federkernmatratzen sind dank ihrer stabilen Metallkonstruktion ausgesprochen robust, form-stabil und langlebig, vorausgesetzt, man verwendet keine minderwertigen Qualitäten. Bei entsprechender Pflege kann man lange Freude an seiner komfortablen Matratze haben.

Konventionelle Federkernmatratzen sind lediglich Flächen elastisch: Die Fläche in unmittelbarer Nähe des Schlafenden sinkt ein. Dennoch liegt es sich auf einer herkömmlichen Federkernmatratze ausgesprochen bequem, wenn man nicht gerade an Rücken oder Nacken-Schmerzen leidet. Wer eine Matratze mit höherem Kern hat, muss auch nicht beunruhigt sein, wenn Becken und Schulter-Partie etwas tiefer einsinken.

Federkernmatratzen punkten insbesondere bei der Atmungsaktivität: Ihre feinporige Oberfläche nimmt die beim Schlafen abgesonderte Feuchtigkeit schnell auf und leitet sie sofort in die vielen Hohlräume des Matratzen-Kerns. Von dort aus werden sie wieder an die Umgebungsluft abgegeben. Dadurch ist die Matratze sogar für Viel-Schwitzer sehr hygienisch. Die Matratzen-Oberfläche fühlt sich stets kühl an, da sie nicht auf die Körperwärme des Schläfers reagiert. Da sich die Federkernmatratze auch den Umgebungstemperaturen nicht sonderlich gut anpasst, ist man im Winter jedoch fast gezwungen, eine weitere Decke zu benutzen. Das gilt insbesondere für Menschen, die ohnehin leicht frieren. Die hohe Atmungsaktivität leitet auch die Körperwärme sehr schnell ab und kühlt den Körper sogar im Winter.

Für Menschen mit starkem Übergewicht ist die Federkernmatratze ideal. Sie kann bis zu 200 kg Gewicht aushalten (Bonnell Matratzen: 80 bis 100 Kilogramm). Für Menschen, die lieber auf weicherem Untergrund liegen, eignen sich Bonnell Matratzen. Die übrigen Federkernmatratzen sind eher für Hart-Schläfer geeignet, die bevorzugt auf Rücken und Bauch liegen. In der waagerechten Liege-Position werden Muskeln und Wirbelsäule besonders stark entlastet. Menschen, die Rücken, Nacken und Gelenk-Probleme haben, sind mit einer Kalt-Schaum-Matratze jedoch besser bedient.

Da Federkernmatratzen ziemlich schwer sind, braucht es zum Wenden der Matratze einige Anstrengung. Spätestens nach zwei Monaten sollte man seine Bett-Unterlage einmal vertikal und horizontal wenden und an der frischen Luft auslüften, damit die noch in der Matratze befindliche Feuchtigkeit entweichen lassen und man die Matratze gleichmäßig belasten kann.

Beachten sollte man dabei jedoch, dass es auch Federkernmatratzen mit Sommer und Winterseite gibt. Bei ihnen sind die Seiten durch ein bestimmtes Symbol – eine Sonne für den Sommer und Schneeflocken für den Winter – oder einen entsprechenden Aufdruck gekennzeichnet. Matratzen dieses Typs dürfen nur horizontal gewendet werden, da sie oben und untern verschiedene Fest-Bezüge haben. Für den Sommer werden kühlende Materialien wie Seide, Baumwolle und Satin verwendet, in die eine geringe Menge Schurwolle als Polster eingesteppt ist. Die Winterseite ist mit einer Wärme speichernden Polsterung aus 100% Schurwolle bedeckt.

Da Federkernmatratzen ein verhältnismäßig hohes Gewicht haben, eignen sie sich nicht als Gästebett: Nur die leichteren Bonnell Federkernmatratzen können so eingesetzt werden.

Für Allergiker sind Federkernmatratzen ebenfalls nicht geeignet, da sich in den feinen Poren der Matratzen-Oberfläche leicht Hausstaubmilben und Haut-Schüppchen festsetzen. Auch für Menschen mit leichterem Schlaf sind herkömmliche Federkernmatratzen weniger geeignet, da sie durch die beim Wechsel der Schlafposition entstehenden Geräusche gestört werden können. Das leise Knarzen ist konstruktionsbedingt und kein Zeichen mangelnder Qualität.

Herkömmliche Federkernmatratzen haben keine Einteilung in Liege-Zonen und meist weniger als 600 Druckfedern in ihrem Matratzen-Kern. Wer also eine Matratze mit 3, 5, 7 oder gar 9 Liegezonen wünscht, sollte sich eine Taschen oder Tonnentaschen-Federkernmatratze kaufen. Doch auch bei ihnen gibt es Unterschiede, was die Liegequalität angeht. Matratzen mittlerer Qualität verfügen über mindestens 600 Druckfedern. In Premium Matratzen sind mehr als 1000 Federn verbaut. Nach dem heutigen Stand der Forschung reichen drei Liegezonen zur Entlastung der Wirbelsäule völlig aus. Wichtiger als die Anzahl der Liege-Zonen ist, dass der Körper genau auf den betreffenden Zonen liegt. Hochwertige Taschen und Tonnentaschen-Federkernmatratzen sind wegen ihrer hohen Punktelastizität sogar für bettlägerige Menschen gut geeignet.

Herkömmliche gute Federkernmatratzen sind schon für relativ wenig Geld zu haben. Wer jedoch eine punkt-elastische Matratze mit mehreren Liege-Zonen bevorzugt, muss mehr investieren.

Härtegrad

Der Härtegrad wird vom jeweiligen Matratzen-Hersteller festgelegt. Es gibt Matratzen mit drei und solche mit fünf Härtegraden. Bei der klassischen Einteilung in drei Härtegrade bezeichnet H1 die Liege-Qualität weich. H3 steht für hartes Liegen. H1 eignet sich für Menschen bis 60 kg Gewicht, H3 für Personen ab 80 kg. Wer zwar schwerer ist, aber lieber weich liegt, ist wahrscheinlich mit einer mittel-harten Federkernmatratze besser bedient. Bei Federkernmatratzen hängt der Härtegrad von Anzahl und Stärke der verbauten Druckfedern ab. H1 Matratzen haben oft Federn mit einem Durchmesser von 2 mm, H3 Matratzen Federn von 2,4 mm Stärke. Außerdem werden je nach Härtegrad Schaumstoffe mit niedrigerem oder höherem Raumgewicht verwendet. H3 Matratzen haben noch zusätzlich einen festeren Polster-Bezug als H2 und H1 Federkernmatratzen.

Raumgewicht

Höherwertige Federkernmatratzen haben ein Raumgewicht von mindestens 40 (RG40). Besseren Liege-Komfort und höhere Langlebigkeit bieten Matratzen mit einem Raumgewicht von 50 kg/m³. Premium Matratzen sind auf der Raumgewichts-Skala noch weiter oben eingeordnet.

Höhe der Federkernmatratze

Auch die Höhe des Matratzen-Kerns ist für die Qualität der Matratze maßgebend. Je höher der Matratzen-Kern ist, desto besser reagiert er auf Druck.

Wasch-Bezug

Wasch-Bezüge sind mit einem rundum laufenden Reißverschluss ausgestattet, sodass sie schnell und unproblematisch abgenommen und in der Waschmaschine gereinigt werden können. Sie schützen die Matratze vor Staub, Feuchtigkeit und Schmutz und verbessern das Schlaf-Klima. Je nach Hersteller und Modell kann der Käufer zwischen Wasch-Bezügen aus Baumwolle, Jersey, einem Baumwolle-Jersey-Gemisch und Tencel Wasch-Bezügen wählen. Jersey und Mischgewebe haben den Vorteil, dass sie anschmiegsamer und elastischer sind. Frottee ist wegen seiner längeren Schlingen flauschiger. Wasch-Bezüge sind oft gesteppt, damit sich das mit ihnen vernähte Polyester oder Woll-Vlies beim Liegen nicht verzieht. Sehr hochwertige Federkernmatratzen sind mit einem Tencel Wasch-Bezug ausgestattet. Bei ihnen handelt es sich meist um gesteppte Doppel-Tücher aus Zellulosefaser, in die Cashmere oder Seide eingearbeitet sind.

Lattenrost

Für Federkernmatratzen empfiehlt sich die Verwendung eines statischen Lattenrosts. Verstellbare sind nicht gut geeignet, da die Matratze dafür nicht flexibel genug ist. Auf einem verstellbaren Lattenrost würde man wegen der anders positionierten Druckfedern unbequemer schlafen. Außerdem könnten die Federn das Schaumstoff-Polster beschädigen.

Fazit

Menschen, die auf einen sehr hohen Schlafkomfort Wert legen, sind mit Taschen und Tonnen-Taschen-Federkernmatratzen besser bedient. Für den weniger anspruchsvollen Schläfer ohne orthopädische Probleme reicht eine hochwertige normale Federkernmatratze mit Winter und Sommerseite in der Regel aus.